Christian Schmidt

 

 

Stimmlage

Bass

 

Prägendes musikalisches Erlebnis der Kindheit/Jugend?

Zuallererst das Singen zuhause.
Als Kind: Mozart’s Zauberflöte in der so oft wie möglich gehörten Einspielung von Karl Böhm mit Fritz Wunderlich als Tamino. In der Jugend: meine geduldigen und unermüdlichen musikalischen Förderer in der Schule und im Jugendchor.

 

Warum ich Singphoniker bin

Weil das für mich faszinierendste Instrument die Stimme ist und weil Musik für mich persönliche Verwirklichung, immer aufs Neue anspruchsvolle Aufgabe, wundervolle Kommunikation und packende Auseinandersetzung mit einem Phänomen bedeutet. Am Besten gelingt mir das zusammen mit meinen singphonischen Mitsängern.

 

Mein Lieblingsstück

Schwer, sehr schwer. Ich kann mich nicht festlegen. Das wechselt, erweitert sich, entfernt sich, kehrt wieder. Aus dem Repertoire der Singphoniker immer wieder zwei Gesänge von Richard Straus: „Liebe“ und „Freundschaft“.

 

Diese Musik ertrage ich nicht

Alles Beiläufige, Gedudelte, nur gefällig sich Anbiedernde. Nicht zu verwechseln mit selbstvergessen Dahingesummtem, Schlichtem.

 

Da bin ich heikel

Mangelnde Toleranz und fehlende Rücksicht. Aufrechnen und Nachtragen.

 

Das lässt mich kalt

Virtuosität als Selbstzweck

 

Mein größter Erfolg

Immer dann, wenn Musik mit mir selbstverständlich Eins ist.

 

Meine schwerste Niederlage

Lieber: „Meine schönsten Niederlagen“: Zu sehen, wie einen die Kinder nach und nach in vielen Bereichen spielend überholen und eigene Erfolge feiern.

 

Lebensmotto

Da sei unser ehemaliges Mitglied Christoph Rösel zitiert: „Liebe nicht Dich in der Musik, sondern die Musik in Dir“. Ansonsten: „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“

 

Kurzbiographie

Der gebürtige Regensburger entdeckte seine Stimme zusammen mit der Liebe für die Musik beim häuslichen Musizieren und im Kirchenchor. Dem Abitur folgten musikalische Studien an der Musikhochschule München mit Abschlüssen in den Fächern Schulmusik und Sologesang (Oper/Lied/Oratorium). Musikalische Darstellung, sängerische Interpretation und pädagogische Vermittlung beschäftigen ihn bis heute gleichermaßen intensiv. Auch die Auseinandersetzung mit der ganzen stilistischen Breite zeitgenössischer Musikrichtungen und die fundierte Rückschau auf die Musikgeschichte gehören selbstverständlich zu einem Sänger seiner Generation. Heute kann sich der "gleichermaßen zu metallischer Härte wie zu sanfter Voluminosität fähige Bass" an einer reichen und langjährigen internationalen Konzert- und Lehrtätigkeit erfreuen. Dazu gehören Konzerte, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen von Kapstadt bis Stockholm, von San Francisco bis Moskau, wobei er mit zahlreichen international renommierten Künstlern und Ensembles auf der Bühne stand. Bald vierzig CD-Einspielungen - viele und die wichtigsten davon mit den Singphonikern. Als langjähriger Gast am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. Mit musikalischen Partnern wie Berno Scharpf oder Markus Poschner verwirklicht er regelmäßig diverse Liedprojekte. Schon während des Studiums beginnt er zu unterrichten. Er war unter anderem Dozent für Gesang an der Hochschule Mozarteum in Innsbruck und an der Hochschule für Musik in Augsburg. Im Herbst 2004 wurde er zum Professor für Gesang an die hfkm-Regensburg berufen. Christian Schmidt lebt mit seiner Frau und drei Kindern in München.

 

www.christianmariaschmidt.de


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